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Erstellung einer umfassenden Use-Case-Vorlage: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Im Bereich der Softwareentwicklung und Geschäftsanalyse dienen Use Cases als grundlegendes Werkzeug zur Erfassung funktionaler Anforderungen und zur Darstellung der Interaktionen zwischen Benutzern und einem System. Eine gut strukturierte Use-Case-Vorlage gewährleistet Klarheit, Vollständigkeit und Konsistenz bei der Dokumentation dieser Interaktionen. Dieser Artikel geht auf die wesentlichen Bestandteile einer Use-Case-Vorlage ein und bietet eine detaillierte Anleitung sowie Beispiele, um Ihnen bei der Erstellung wirksamer Use Cases zu helfen.

1. Titel/Name

Zweck:Der Titel oder Name des Use Cases sollte klar und beschreibend sein und die Essenz der dokumentierten Interaktion widerspiegeln.

Beispiel:

  • Titel: „Prozess der Benutzerregistrierung“
  • Beschreibung:Dieser Use Case beschreibt, wie ein neuer Benutzer ein Konto auf der Plattform erstellt.

2. Beschreibung

Zweck:Eine kurze Zusammenfassung des Zwecks und der Ziele des Use Cases, die Kontext und Umfang liefern.

Beispiel:

  • Beschreibung: „Dieser Use Case beschreibt die Schritte, die ein neuer Benutzer zur Erstellung eines Kontos befolgt, einschließlich der Eingabe persönlicher Daten, der E-Mail-Verifizierung und der Einrichtung eines Passworts.“

3. Akteure

Zweck:Identifizieren Sie die primären und sekundären Akteure, die mit dem System interagieren. Akteure können Personen, Systeme oder externe Entitäten sein.

Beispiel:

  • Primärer Akteur: „Neuer Benutzer“
  • Sekundärer Akteur: „System zur E-Mail-Verifizierung“

4. Interessenten

Zweck:Entitäten, die am Ergebnis des Use Cases interessiert sind, aber nicht direkt mit dem System interagieren.

Beispiel:

  • Interessenten: „Marketing-Team, Kundenservice“

5. Voraussetzungen

Zweck: Bedingungen, die erfüllt sein müssen, bevor der Use Case beginnen kann.

Beispiel:

  • Voraussetzungen: „Der Benutzer muss eine gültige E-Mail-Adresse besitzen.“

6. Auslöser

Zweck: Ereignisse, die den Use Case auslösen.

Beispiel:

  • Auslöser: „Der Benutzer klickt auf die Schaltfläche ‚Registrieren‘ auf der Startseite.“

7. Grundablauf (Haupterfolgszenario)

Zweck: Die typische Abfolge von Schritten für eine erfolgreiche Durchführung.

Beispiel:

  1. Der Benutzer klickt auf die Schaltfläche ‚Registrieren‘.
  2. Das System zeigt das Registrierungsformular an.
  3. Der Benutzer gibt persönliche Informationen ein (Name, E-Mail, Passwort).
  4. Der Benutzer sendet das Formular ab.
  5. Das System sendet eine Bestätigungs-E-Mail.
  6. Der Benutzer bestätigt die E-Mail.
  7. Das System bestätigt die Registrierung und meldet den Benutzer an.

8. Alternativabläufe

Zweck: Abweichungen oder optionale Pfade, die auftreten können.

Beispiel:

  • Alternativablauf: „Falls der Benutzer eine ungültige E-Mail eingibt, zeigt das System eine Fehlermeldung an und bittet den Benutzer, die E-Mail erneut einzugeben.“

9. Ausnahmeflows

Zweck:Behandlung von Fehlern oder unerwarteten Bedingungen.

Beispiel:

  • Ausnahmeablauf: „Wenn der E-Mail-Verifizierungslink abläuft, fordert das System den Benutzer auf, eine neue Verifizierungs-E-Mail anzufordern.“

10. Nachbedingungen

Zweck:Erwartete Ergebnisse oder Systemzustand nach Abschluss des Anwendungsfalls.

Beispiel:

  • Nachbedingungen: „Der Benutzerkonto wird erstellt und aktiviert. Der Benutzer ist im System angemeldet.“

11. Annahmen

Zweck:Kontextuelle Informationen oder Bedingungen, die für den Anwendungsfall als wahr angenommen werden.

Beispiel:

  • Annahmen: „Der Benutzer hat Zugang zum Internet und ein gültiges E-Mail-Konto.“

12. Einschränkungen

Zweck:Geschäftsregeln oder technische Beschränkungen, die den Anwendungsfall beeinflussen.

Beispiel:

  • Einschränkungen: „Das Passwort muss mindestens 8 Zeichen lang sein und eine Mischung aus Buchstaben und Zahlen enthalten.“

13. Beziehungen

Zweck: Einbeziehung, Erweiterung und Verallgemeinerungsbeziehungen zwischen Anwendungsfällen (optional, aber nützlich für komplexe Modelle).

Beispiel:

  • Beziehungen: „Dieser Anwendungsfall beinhaltet den Anwendungsfall „E-Mail-Verifizierung“.

14. Metadaten

Zweck:Zusätzliche Informationen wie Use-Case-ID, Status, Autor, Komplexität, Version und Datum (hilft bei der Verfolgung und Verwaltung von Use-Cases).

Beispiel:

  • Metadaten:
    • Use-Case-ID: UC-001
    • Status: Genehmigt
    • Autor: John Doe
    • Komplexität: Mittel
    • Version: 1.0
    • Datum: 2023-10-01

Bericht: Wichtige Bestandteile einer Use-Case-Vorlage

Bestandteil Zweck/Beschreibung Beispiel
Titel/Name Identifiziert den Use-Case eindeutig „Benutzerregistrierungsprozess“
Beschreibung Zusammenfassung des Ziels und des Umfangs „Dieser Use-Case beschreibt die Schritte, die ein neuer Benutzer zur Erstellung eines Kontos befolgt…“
Akteure Entitäten, die mit dem System interagieren Primärer Akteur: „Neuer Benutzer“, Sekundärer Akteur: „E-Mail-Verifizierungssystem“
Interessenten Interessierte Parteien, die nicht direkt interagieren „Marketing-Team, Kundensupport“
Voraussetzungen Bedingungen, die vor Beginn erforderlich sind „Der Benutzer muss eine gültige E-Mail-Adresse besitzen.“
Auslöser Ereignisse, die den Use Case auslösen „Der Benutzer klickt auf die Schaltfläche ‚Registrieren‘ auf der Startseite.“
Grundablauf Schritte des Haupterfolgszenarios 1. Der Benutzer klickt auf die Schaltfläche ‚Registrieren‘. 2. Das System zeigt das Registrierungsformular an…
Alternative Abläufe Optionale oder abweichende Pfade „Falls der Benutzer eine ungültige E-Mail-Adresse eingibt, zeigt das System eine Fehlermeldung an…“
Ausnahmeabläufe Fehler- oder Fehlerbehandlung „Falls der E-Mail-Verifizierungslink abläuft, fordert das System den Benutzer auf, einen neuen anzufordern…“
Nachbedingungen Erwartete Ergebnisse nach Abschluss „Der Benutzerkonto wird erstellt und aktiviert. Der Benutzer ist im System angemeldet.“
Annahmen Kontextbezogene Annahmen „Der Benutzer hat Zugang zum Internet und ein gültiges E-Mail-Konto.“
Einschränkungen Regeln oder Beschränkungen „Das Passwort muss mindestens 8 Zeichen lang sein und aus einer Mischung von Buchstaben und Zahlen bestehen.“
Beziehungen Verknüpfungen mit anderen Use Cases (einschließen, erweitern) „Dieser Use Case beinhaltet den Use Case ‚E-Mail-Verifizierung‘.“
Metadaten Verfolgungsdaten wie ID, Status, Autor Anwendungsfalldaten: UC-001, Status: Genehmigt, Autor: John Doe, Komplexität: Mittel, Version: 1.0, Datum: 2023-10-01

Übersichtstabelle der wichtigsten Komponenten

Komponente Zweck/Beschreibung
Titel/Name Identifiziert den Anwendungsfall eindeutig
Beschreibung Zusammenfassung des Ziels und des Umfangs
Akteure Entitäten, die mit dem System interagieren
Interessenten Interessierte Parteien, die nicht direkt interagieren
Voraussetzungen Bedingungen, die vor Beginn erforderlich sind
Auslöser Ereignisse, die den Anwendungsfall auslösen
Grundablauf Schritte des Haupterfolgszenarios
Alternative Abläufe Optionale oder abweichende Pfade
Ausnahmeabläufe Fehler- oder Fehlerbehandlung
Nachbedingungen Erwartete Ergebnisse nach Abschluss
Annahmen Kontextbezogene Annahmen
Einschränkungen Regeln oder Beschränkungen
Beziehungen Links zu anderen Anwendungsfällen (einschließen, erweitern)
Metadaten Verfolgungsdaten wie ID, Status, Autor

Fazit

Die Erstellung einer umfassenden Anwendungsfallvorlage ist entscheidend für eine effektive Kommunikation und Dokumentation in der Softwareentwicklung und im Business Analysis. Indem Sie alle in diesem Artikel aufgeführten Schlüsselelemente einbeziehen, können Sie sicherstellen, dass Ihre Anwendungsfälle klar, vollständig und für alle beteiligten Stakeholder nützlich sind. Unabhängig davon, ob Sie ein Business Analyst, Projektmanager oder Entwickler sind, die Beherrschung der Kunst der Anwendungsfalldokumentation wird Ihre Fähigkeit erheblich verbessern, erfolgreiche Projekte zu liefern.

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